Methodik

Der grobe Ablauf steht schon auf der Startseite: Mythos sammeln, Daten erheben, statistisch prüfen, Verdikt vergeben. Hier die ausführliche Version, mit den Details, die uns beim Schreiben wichtig sind.

Der Analyseplan kommt zuerst

Bevor irgendjemand bei uns auch nur eine Zahl anschaut, legen wir schriftlich fest: die These, welche Kontrollvariablen wir einbeziehen, welche statistischen Tests wir planen. Das klingt bürokratisch, hat aber einen konkreten Zweck: Es schützt davor, die Analyse unbewusst so lange zu drehen, bis ein spannenderer Twist rauskommt. Wer erst die Daten anschaut und sich dann eine passende Methode aussucht, findet fast immer irgendein Muster, das nichts bedeutet.

Konkret sieht das so aus: Ein durchdachtes Notebook mit einer Markdown-Zelle ganz oben, in der Hypothese und geplante Tests festgehalten sind – bevor die erste Zeile Code auf die Ergebnisse schaut.

Das statistische Werkzeug

Je nach Frage kommt unterschiedliches Werkzeug zum Einsatz, aber ein paar Verfahren tauchen in den bisherigen Analysen immer wieder auf:

Vom Verdikt zum Artikel

Sobald die Analyse steht, wird ein Verdikt festgelegt: Bestätigt, Teilweise bestätigt oder Widerlegt, zusammen mit den Kernzahlen. Das ist verbindlich – der Artikeltext erzählt diese Zahlen anschließend nur noch verständlich aus, darf aber weder das Verdikt noch eine einzige Zahl verändern. Erst danach folgt eine redaktionelle Prüfung auf Konsistenz, Ton und ob wirklich alles zum Verdikt passt.

Was wir bewusst nicht tun

Wir suchen nicht nach dem spektakulärsten Ergebnis, sondern nach dem ehrlichsten. Wenn eine Stichprobe klein ist, sagen wir das – auch wenn eine Zahl dadurch weniger eindrucksvoll wirkt. Wenn die perfekte Datenquelle nicht verfügbar ist, weichen wir transparent auf eine gute Ersatzgröße aus, statt ihr endlos hinterherzulaufen (mehr dazu auf der Datenbasis-Seite). Und wenn ein Mythos nach genauerem Hinsehen doch komplizierter ist, als der erste Blick vermuten ließ, ist genau das die eigentliche Geschichte, nicht ein Kompromiss.